Geräte der Feuerwehr

Hier wollen wir Ihnen einen Teil der Geräte der Freiberger Feuerwehr vorstellen, welche wir für die Bewältigung unserer Zahlreichen Aufgaben vorhalten.

Hydraulisches Rettungsgerät

Das Hydraulische Rettungsgerät besteht im wesentlichen aus einem Hydraulikaggregat, der Rettungsschere, dem Rettungsspreizer sowie den Rettungszylindern.

Hydraulikaggregat

Das Hydraulikaggregat dient als Betriebsaggregat für die daran angeschlossenen Geräte des Rettungssatzes (Schere, Spreizer und Zylinder). Als Maximaldruck bzw. Arbeitsdruck erreicht das Gerät ca. 630 bar. Außerdem sind am Gerät zwei Schnellangriffshaspeln angebracht, auf denen sich jeweils 20 Meter Hydraulikschlauch befinden und der Rettungsspreizer und die Rettungsschere bereits angeschlossen sind.

Rettungsschere

Mit der Rettungsschere ist es möglich, Fahrzeugholme durchzuschneiden, um somit beispielsweise ein Dach oder Türen eines verunfallten Fahrzeuges zu entfernen, sowie durch Entlastungsschnitte aufkommende Spannungen zum Schutz des Patienten zu verhindern.

Rettungsspreizer

Der Rettungsspreizer ist dafür ausgelegt Teile auseinander zu drücken, Rettungsöffnungen zu schaffen, Lasten anzuheben oder z.B. Rohre abzuquetschen. Daher dienen Spreizer unter anderem zum Öffnen verklemmter Fahrzeugtüren.

Rettungszylinder

Der Rettungszylinder wird dazu benutzt, um beispielsweise den vorderen Teil des verunfallten KFZ wegzudrücken, falls eine Person mit den Füßen eingeklemmt ist. Rettungszylinder werden also vor allem dann eingesetzt, wenn die Öffnungsweite des Rettungsspreizers nicht mehr ausreicht.

Stromaggregate

Zur Erzeugung von elektrischer Energie hat die Feuerwehr entsprechende Aggregate auf den unterschiedlichenverschiedenen Fahrzeugen verladen.
Auf dem Rüstwagen ist zudem ein festeingebauter Stromgenerator mit einer Leistung von 30 kVA eingebaut, welcher über den Nebenantrieb des Fahrzeugmotors angetrieben wird.

Tragbarer Stromerzeuger

Die tragbaren Stromerzeuger mit Verbrennungsmotor haben eine Leistung von 12 kVA. Dies ermöglichen das Betreiben von verschiedenen elektrischen Verbrauchern wie zum Beispiel von Scheinwerfern, dem Hydraulischen Rettungsgerät, Tauchpumpen oder Trennschleifern. Sie sind mit drei 230 V Wechselstromsteckdosen und zwei 400 V Drehstromsteckdosen ausgestattet.

Tragbare Hochleistungslüfter

Tragbare Hochleistungsdrucklüfter dienen bei Bränden zur Entrauchung von Wohngebäuden, Hallen oder Industrieanlagen. Überdrucklüfter ermöglichen eine rasche Entlüftung verqualmter Räume und damit einen effektiveren Einsatz durch bessere Sicht, niedrigere Temperaturen, Verminderung der Rauchausbreitung und der Explosionsgefahr.

Be- und Entlüftungsgerät

Dieser elektrische Lüfter ist auf dem LF 16/12 TH verlastet. Besonderheiten sind neben dem Explosionsschutz, das Zubehör in Form von formstabilen Lutten. Diese geben dem Lüfter einen entscheidenden Vorteil, da er deshalb sowohl zum Saugen als auch zum Belüften genutzt werden kann. In Kombination mit den Lutten kann so zum Beispiel Gas, das aufgrund der Dichte schwerer als Luft ist, aus Kellern gesaugt werden. Umgekehrt kann auch gezielt Frischluft in Räume geblasen werden.

Tragkraftspritze

Tragkraftspritzen sind für die Brandbekämpfung gestaltete, durch Verbrennungsmotoren angetriebene Feuerlöschkreiselpumpen. Sie sind nicht fest Im Fahrzeug verbaut und können somit zu ihrer Verwendungsstelle getragen werden. Mit Einführung der neuen Norm werden sie in Deutschland als PFPN (Portable Fire Pump Normal Pressure) bezeichnet.

Tragkraftspritze ZL 1500

Auf dem LF 16/12 TS wird eine Tragkraftspritze vom Typ Jöhstadt ZL 1500 mitgeführt. Zum Einsatz kommt die TS immer dann, wenn eine Wasserförderung über lange Wegestrecke aufgebaut werden muss oder die Fahrzeuge nicht bis an die Wasserentnahmestelle heranfahren können.
Sie hat eine Pumpenleistung von 1600 l/min bei 8 bar Ausgangsdruck und 3m Saughöhe.

Feuerwehrschläuche

Ein Feuerwehrschlauch ist ein wesentlicher Ausrüstungsgegenstand der Feuerwehr  und hat die Aufgabe, das Löschmittel Wasser oder Wasser/Schaum-Gemische über Wegstrecken zu fördern. Die Schläuche lassen sich in zwei Typen unterscheiden:
Schläuche, durch die Wasser gesaugt werden kann, sogenannte Saugschläuche und Schläuche mit denen Wasser bzw. Wasser/Schaum-Gemisch unter hohem Druck weitergeleitet werden kann, sogenannte Druckschläuche.

Schlauchpaket

Beim Schlauchpaket handelt es sich um einen AWG-Hohlstrahlrohr und einen 30 Meter langen C-42 Schlauch. Dabei wird der Schlauch sprialförmig um das in der Mitte liegende Hohlstrahlrohr gewickelt. Der Vorteil des Schlauchpakets ist die Schlauchreserve im Vergleich zu Buchten. Während der Schlauch bei der Variante mit Buchten beim Füllen unkontrolliert in alle Richtungen springt, baut sich das Paket spiralförmig auf. Geht nun der Trupp vor, wird diese Spirale abgebaut. Braucht man wieder Platz im Treppenhaus, um zum Beispiel einen Patienten zu bergen, kann der dort verbliebene Schlauch senkrecht an der Wand aufgestellt werden, wodurch der Rettungsweg ohne Stolperfallen begangen werden kann.
Es wird auf beiden Löschgruppenfahrzeugen je eines dieser Schlauchpakete mitgeführt.